Mittwoch, 4. Juni 2014

Zusammenarbeit mit Eltern

Kennt ihr das auch? Einige Eltern passen einen vor oder nach dem Unterricht für ein "kurzes Gespräch" ab. Immer heißt es: "Alle Eltern meinen..." und spät abends ruft noch eine Mutter an, um zu fragen, ob die Kinder morgen Gummistiefel für den Ausflug brauchen...

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Um diese unschönen Szenen zu vermeiden, habe ich in einem Buch über Elternarbeit eine Liste mit Wünschen für die Zusammenarbeit mit Eltern gefunden, die ich für meine Bedürfnisse verändert habe und am ersten Elternabend besprechen und ausgeben möchte.
Vielleicht kennt ihr einige dieser Probleme auch und hier meine Liste zum Verändern und Übernehmen. Sollte ich etwas Wichtiges vergessen haben, was euch noch einfällt, freue ich mich über Kommentare.
Wünsche für die Zusammenarbeit

In Anregung aus dem wirklich empfehlenswerten Buch:
"111 Ideen für eine gewinnbringende Elternarbeit- Vom Elternabend bis zum Konfliktgespräch in der Grundschule" von Anke Henning und Sabine Willmeroth; Verlag an der Ruhr; Mühlheim 2012.

Kommentare:

  1. Liebe Marion,
    ich habe am ersten Elternabend meine Situation als Lehrer geschildert: Keine "Sprechstunde" zwischen Tür und Angel, nicht während der Pause, nicht in der Vorviertelstunde usw.
    Ich habe dies auch verständlich begründet: "Ihre Kind ist mir zu wichtig, dass..." Ferner habe ich meine persönl. Situation als Lehrerin geschildert: Kombiklasse mit Inklusionskind, mehrmals Pausenaufsicht wg. unübersichtl. Pausenhof..... u.v.m.
    Ich habe auch ganz deutlich und höflich darauf hingewiesen, dass ein Lehrer auch Verschnaufpausen braucht. Ich finde, dieses Selbstbewusstsein sollten wir an den Tag legen. Ich musste noch nie massiver werden. "Meine" Eltern sind in dieser Hinsicht sehr verständnis- und rücksichtsvoll. Wenn Eltern während des Unterrichts bei der Sekretärin anrufen und ihren Wusche hinterlassen, melde ich mich natürlich zeitnah. Ich fahre seit Jahren schon gut damit.
    Im Übrigen gebe ich schon seit Jahren meine private Telefonnummer nicht an die Eltern weiter. Ich habe dies ebenfalls begründet und die Eltern akzeptieren auch das.

    LG
    Anna

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  2. Liebe Marion, an meiner Schule (Privatschule) wurde vor 2 Jahren beschlossen, dass sich die Eltern tagsüber nicht mehr auf dem Schulgelände aufhalten dürfen. Der Schulhof sollte wieder das Reich der Kinder werden, wo sie ohne Elternüberwachung spielen und lernen können. Für Elterngespräche haben wir feste Sprechstunden, dazu können sich die Eltern anmelden. Eigentlich fand ich das zunächst schade, weil ich dachte, dass der Kontakt Eltern-Schule irgendwie schon bestehen bleiben sollte. Aber nach 2 Jahren Erfahrung kann ich sagen, dass es ganz angenehm ist, dass die Eltern nicht mehr 5 Minuten vor Schulschluss in die Klasse platzen, weil sie es eilig haben, oder mal kurz in der großen Pause über Noten oder Streitereien diskutieren wollen. In meiner Klasse hat außerdem nur die Klassenmutter meine Telefonnummer, für Notfälle. Alle anderen Eltern dürfen mir gern Emails schreiben, wenn es etwas Dringliches gibt. So funktioniert das ganz gut für mich. Und ich habe immer einen schriftlichen Nachweis, falls mal jemand nicht ganz so höflich sein sollte...
    Beste Grüße,

    Jasmin

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  3. Bei uns ist es auch so, dass wir eine Termin mit den Eltern festlegen.
    Es kann aber sowohl vor der Schule sein, als während der Mittagspause oder nach der Schule.
    Ich unterrichte in Frankreich, da haben wir den ganzen Tag Schule mit 2 Stunden Mittagspause.
    Aber wir dulden nicht, dass die Eltern uns zu Hause anrufen etc...

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  4. Vielen Dank liebe Kolleginnen für den Austausch. Immer wieder gut, von anderen zu hören wie sie mit Situationen umgehen. Ihr habt mir sehr geholfen...
    Lieben Gruß Marion

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