Samstag, 27. Juni 2015

Kooperation und Unterstützung

Für den Unterrichtsalltag ist eine Kooperation mit anderen Organisationen in vielfältiger Hinsicht sinnvoll:
- Bereicherung von Lerninhalt durch Experten
- Beratung bei Problemen mit sozial schwierigen und leistungsschwachen Kindern durch Experten
Für den Unterricht bieten sich folgende Kooperationen an:
  • Jugendwaldheim, falls vorhanden zum Erfahren von Wald und Flur
  • Kirche für Einschulungs- und Ausschulungsfeiern
  • Kindergarten für einen fließenden Übergang mit Schulanmeldung, gemeinsamer Elternabend zu Schulfähigkeit, Schulschnuppertag, Besuch der neuen Lehrerinnen im Kindergarten etc. für die Vorschulkinder
  • Weiterführende Schulen für Schnuppertage dort, gemeinsamer Austausch zu Unterrichtsinhalten etc.
  • Vereine für Nachmittagsangebote gemeinsam mit Schule
  • Feuerwehr für Alarmproben, Brandschutzerziehung
  • Eltern als Experten für bestimmte Themen aufgrund ihres Berufes
  • Landwirte zu sachunterrichtlichen Themen wie Bauernhoftiere, Getreide etc.
  • Ärzte oder Hebammen zu sachunterrichtlichen Themen wie „Erste Hilfe“
  • etc.
Beratende Stellen für die Lehrkraft sind:
-Erziehungsberatungsstellen
-Schulpsychologe (auch für Hospitationen, Beratung zu Schülern, auch Elternberatung und Unterstützung in Elterngesprächen)
- kollegiale Fallberatung (im Kollegium oder als Fortbildung), um zu einem „Fall“ eines Schülers Hilfestellungen zu bekommen, eine Anleitung zum Verfahren findet sich hier:
-evtl. Beratungs- und Förderzentrum der Förderschulen, welches beratend und unterstützend für vorbeugende Maßnahmen und Inklusion Ansprechpartner ist
Gruß Marion Keil
 

Dienstag, 16. Juni 2015

Mein 3. Buch der Reihe ist veröffentlicht: Förderpläne schreiben Mathematik

Obwohl ich schon einige Bücher veröffentlicht habe, ist es immer wieder spannend sein neuestes Werk endlich in Händen zu halten und ich möchte es euch auch hier präsentieren: Nach dem 1. Band zu Arbeits- und Sozialverhalten und dem 2. Band zu Förderplänen für Deutsch erscheint nun der 3. und letzte Band zu Förderplänen für Mathematik:
Bild der Verlagsseite: www.persen.de
 
Auch hier sind neben einer Diagnostik Schreibhilfen und Ideen für die Förderpläne und viele Förderideen zu den diagnostizierten und im Förderplan notierten Bereiche für die Kinder im Buch versammelt.
Vielleicht ist der dritte Band zum Fach Mathematik aus der Reihe für viele ebenso hilfreich wie mein erster Band zu Förderplänen zum Arbeits- und Sozialverhalten und der zweite Band zu Deutsch, daher hier die Links zum
Reinschauen:
Förderpläne schreiben: Arbeits- und Sozialverhalten beim Persen Verlag
Förderpläne schreiben: Deutsch beim Persen Verlag.

Und hier das neu erschiene Buch:
Förderpäne schreiben: Mathematik beim Persen Verlag

Viele Grüße und Erfolg beim Fördern wünscht
Marion Keil

Samstag, 13. Juni 2015

Klassenorganisation - Sitzordnung überlegen

Immer wieder stellt sich die Frage nach der Sitzordnung, ein paar Gedanken dazu hier:

Sitzordnung: (dazu: Sitzordnungsplaner)
Bild1
Je nach Lebhaftigkeit der Klasse und Jahrgang bieten sich folgende Varianten an:
Tische in Form eines U:
Vorteil: alle Kinder können sich sehen
Nachteil: alle Kinder können sich sehen und ungefragt ansprechen, anstacheln, anstarren; Kinder müssen sich evtl. durch den ganzen Raum drängeln zu ihrem Platz
Sitzreihen hintereinander:
Vorteil: Kinder können alle frontal zur Tafel schauen
Nachteil: Kinder müssen sich durch ganze Reihe zu ihrem Platz drängeln
Old School (Sitzreihen hintereinander, Tische mit Lücken):
Vorteil: alle Kinder können frontal zur Tafel schauen, jedes Kind hat nur einen Tischnachbarn zum Schwätzen und Streiten, Gänge um spontan an den Platz zu kommen
Nachteil: sehr frontal, Gruppenarbeit schwierig möglich
Gruppentische:
Vorteil: Sehr kommunikativ, geeignet für Gruppenarbeiten
Nachteil: einige Kinder sitzen seitlich zur Tafel, Schwätzecken
Mischform:
Vorteil: Tischsituation je nach Kinderbedürfnis
Nachteil: unruhige Atmosphäre, da unsymmetrisch

Eine gute Auswahl dazu wünscht Marion Keil

Freitag, 12. Juni 2015

Klassenorganisation - Listen und Wandschmuck anbringen

Zur Vorbereitung des Schuljahres bieten sich Listen, Wandschmuck und Ablageflächen an. Eine Übersicht dazu hier:

a. Vorbereitende Dinge für den Klassenraum:
- Namens-Tischkarten, evtl. Sitzkreisetiketten, Etiketten für Ordner, Garderobe, Kunstkiste, Geburtstagsheft oder Geschenkchen/Karte, Kinderstundenpläne für Mäppchen, Leisekarten, Hausaufgabenbreife, Wasserkastenholkarten, Hausaufgabengutscheine, Lehrbericht, Einladungen Förderstunde, Gute-Besserungskarten (dazu: Gute_Besserungskarten_persoenlich), Mülleimerschilder, Anlautbilder, Fächerlernschilder wie …, Klassenbriefkasten
b. Klassenwände:
- Klassenschilder (dazu: Klassenschilder_schule) wie Toilettenschild zum Umdrehen, Hausschuhschild, Lesepause/-stunde/Bücherei wenn vorhanden, Klassenregeln (am besten mit Kindern erarbeitet), Geburtstagskalender, Klassen-Stundenplan, Klassendienstschilder, Unterrichtsstundenkarten, Kalenderkarten, evtl. Klassensprecheraufgaben, evtl. Spieledienstaufgaben, Pausenplan mit Möglichkeiten für Klassen, Busplan, Schulordnung, Busregeln, Spieledienstregeln,
c. Listen:
- Klassenliste (dazu: Listen) für Zeugniskontrolle, Buchabgabe, Elternbriefrückgabe etc.
-Aufteillisten, Patenliste, wenn Paten vorhanden, Versäumnislliste, Hausaufgaben-Versäumnisliste, Telefonliste mit Notfallnummern für die Lehrerschublade, Verbandbuch, Spieledienstliste wenn Spieledinst vorhandne, Mülldienstliste, wenn Mülldienst vorhanden, Jahresplaner für Lehrer, Kollegenliste, Sternchenliste oder Punktepläne, Sitzplan, Briefpartnerliste, wenn Briefpartner vorhanden, Kinderstundenplan, Aufsichtsliste, Schulstundenplan, Pausenplan, Ranzenbilder für Kinder
d. Ablagekästen und Ablageflächen:
- Ablagen für Heftrückgabe, Stationsarbeit für Stationsarbeitsblätter, Blumen, Kunstbilder (alternativ klappbare Ablage für Wand), Kinderhefte
 
Bild1
Organisationsliste

Hierzu finden sich sehr viele Materialien wie Schilder, Kalender, Plakate zur Klassenraumgestaltung unter www.zaubereinmaleins.de, meine inspirierende Lehrer-Lieblingshomepage, auch wenn der Zugang kostenpflichtig ist, es lohnt sich!!!

Viele Grüße
Marion Keil

Donnerstag, 11. Juni 2015

Klassenorganisation - Regale füllen

Ein gemütlicher und ansprechend gestalteter Lernort lädt Kinder zum erfolgreicheren und strukturierteren Lernen ein. Daher hier ein paar Tipps zur Einrichtung, damit es auch für den Lehrer ein Arbeitsplatz zum Wohlfühlen ist.

Teil 1: Regale
In den Regalen (die bei Bedarf auch durch Vorhänge verhängt werden können)
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findet sich Platz für folgendes Schüler- und Lehrermaterial:
- Kunstfächer (Kisten aus Holz oder anderem Material, alternativ Plastikkästen oder Schuhkartons; von Kindern mitgebracht oder aus Schulbestand) für die Kunstmaterialien wie Wassermalfarben, Wachsmalstifte, Pinsel, Schwamm, Wasserbecher, Malkittel) etc.

-Lehrwerke, die gerade nicht benutzt werden (Musik, Sachunterricht, weitere Hefte für Mathematik, Deutsch, Lektüre, Lesebuch…), Zeichenblöcke der Kinder für Kunst, Hefte, die gerade nicht benutzt werden
-Klassenbücherei (Kinder bringen dazu ein Geschenk am Geburtstag mit, aussortierte Büchereibücher, Bücherspenden der Lehrerin oder von Eltern o.ä.)
MEDION Digital Camera
- Klassengesellschaftsspiele (Spielesammlungen auch von Flohmarkt, Spielespenden der Lehrerin oder von Eltern, Kinder bringen dazu ein Spiel am Geburtstag mit o.ä.)
- Arbeitsmaterialien im Lehrerpultbereich, nicht für die dauernde Hand der Kinder sondern nur zum Rausgeben: (hier ist empfehlenswert: Tasche mit Würfeln und Spielfiguren für Unterrichtsspiele, Augenbinden für Spiele, Spielgeldkasten, großer Styroporwürfel, Legematerial Tausenderbereich, Muggelsteine, Steckwürfel, Besen, Handfeger, Lesespiele…)
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- Lehrerregal, hier hat sich folgendes bewährt:
Einweghandschuhe, Pflaster, evtl. auch direkt greifbar Verbandskasten, Namens-Tischkarten, Vorlesebücher für die Frühstückspause (dazu: Umfrageergebnis_Vorlesebuecher ), CD-Player, Entspannungs-CDs und Klassenhits, Geburtstagskiste
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(kann gefüllt sein mit Geburtstagskerze, Streichhölzer oder Feuerzeug, Geburtstagsstuhlhusse, Geburtstagsanstecker, Geburtstagsheft oder –geschenk, evtl. Geburtstagskarte der Klasse/Lehrerinnen), Klassenspiele für zwischendurch, Augenbinden für Klassenspiele, Briefumschläge, Tempos, Haushaltstücher, Kreidekasten, Hausaufgabenmappe (dazu: Aufkleber_Mappe) - und Brief (dazu: Hausaufgabenbrief2) für fehlende Kinder, Belohnungsgeschenke, Tafelmagnete, Handpuppe, Leisezeichen (Klingel, Gong, Klangschale oder Glocke), evtl. Brain-Gym-Übungen, vorbereitete Fächerkopien (siehe Unterrichtsorganisation)
- Kastenschrank mit Büromaterial (Büroklammern, Heftklammern, Kleber, Nachfüllklebeband, Musterbeutelklammern, Folienstifte, Eddings, Locher, Schere, Stifte, Reißbrettstifte, Knete, Wachsmalstifte, Nadel/Faden, Wäscheklammern für Dienstplan)
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- Kinderbuero mit Locher, Ausleihschere, Ausleihkleber, Ersatzmäppchen, Stiftekiste, Papier in verschiedenen Größen, Stärken, evtl. Papierrolle einer Druckerei, Tempos, Haushaltstücher, Fundkasten
Kinderbuero
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Morgen mehr von Klassenorganisation und viel Spaß beim Organisieren wünscht
Marion Keil

Mittwoch, 10. Juni 2015

Voraussetzungen zum Lehrersein

Gedanken zu Lehrervoraussetzungen:Diese Voraussetzungen sollten weitestgehend erfüllt sein, um erfüllt und lange Lehrer zu sein:
a.
Freundlich, aber bestimmt
In Fachbüchern liest man oft von den verschiedenen Erziehungsstilen von autoritär, anti-autoritär und laissez-faire (machen lassen). Hier im Blog soll der Lehrer so beschrieben werden:
Ein Lehrer muss eine Autorität und eine Respektsperson für die Kinder sein, zugleich aber auch Ansprechpartner und Vertrauter in allen Lebens- und Lernfragen. Wie Klassenleitung schon sagt, ist es nötig die Klasse zu leiten und sich genau zu überlegen, was sowohl Leistungsziele als auch soziale Ziele der Klasse sein sollen und davon wenn möglich nicht abzuweichen. Je selbstsicherer und klarer ein Lehrer auftritt, desto mehr nehmen die Kinder ihn ernst und können sich an die Regeln halten und die an sie gestellten Aufgaben erfüllen. Viele Kinder brauchen ganz klare Strukturen, Anweisungen und auch Grenzen und fühlen sich sicher, wenn sie diese bekommen. Natürlich können Kinder und auch Erwachsene diese Anforderungen in einem freundlichen und wertschätzenden Ton und Umgang miteinander besser annehmen und umsetzen, daher sollte Freundlichkeit den Alltag bestimmen.
b. Geduld zum Zuhören, Erklären, Motivieren
Gerade weil Kinder spontan, mitteilungsbedürftig, reflexgesteuert und unbedarft sind für Sprech- und Lernsituationen, erfordert der Lehrerberuf immer wieder sehr viel Geduld. Schon morgens wird man begrüßt mit: „Weißt du, was ich am Wochenende gemacht habe?“ und mittags gehen die Kinder mit : „Ich freue mich auf heute Nachmittag“, weil viele einen starken Mitteilungsdrang haben und auch angehört werden möchten. Ebenso ist es beim Erklären: „Häh, versteh ich nicht!“ Also versucht man es mit anderen Worten und neuer Art und Weise zu erklären, immer wieder und wenn es nötig ist für jede und jeden neu. Auch den verschiedenen Kindern muss man mit viel Zuspruch und Motivation immer wieder gerecht werden: „Toll machst du das heute“ „Jetzt fang mal endlich an!“ Geduld muss eine Stärke sein. Wer sich schon beim Monolog des Nachbarkindes die Ohren zuhalten möchte, für den ist dies sicher nichts…
c. Multi-Tasking-Fähigkeit und Belastbarkeit
Gerade aufgrund der vielfältigen Aufgaben, die meist noch parallel ablaufen: „Mein Kleber ist weg!“ „Der Hannes hat mich gehauen!“ und „Habe ich die Aufgabe richtig?“ sollte man nicht das Handtuch werfen, wenn gerade drei Finger nach oben gehen und alle Kinder ihr Anliegen von Ihnen gelöst haben wollen. Der Unterschied zur Schlange an der Bäckertheke liegt darin, dass die Kinder oftmals nicht so geduldig warten können, bis Sie aufgefordert werden, Ihr Anliegen vorzutragen, sondern auch schon mal in Schimpftiraden, Kommentaren oder ungeduldigen Selbstlösungsversuchen zur Eile antreiben. Geduld ist eben nicht ihre Stärke, die muss der Lehrer erst vermitteln. Abgesehen von der Unterrichtsarbeit, die nicht immer geradlinig und planbar abläuft und oftmals Flexibilität und Kreativität erfordert (gerade im Umgang mit schwierigen Kindern), kommen noch Aufsichten, die häuslichen Vorbereitungen, die Konferenzabsprachen und zu erarbeitenden Konzepte, Elternarbeit, Kooperation mit Kolleginnen oder anderen Stellen, Verwaltungsarbeit mit Leistungsbewertungen, Förderplänen und Notizen usw. hinzu. Während in der Schule manchmal kaum Zeit zum gemütlichen Kaffeetrinken bleibt, weil der Kopierer wieder Stau verursacht, ein Kind in der Pause gestürzt ist und dringend Pflaster braucht, oder sich Hannes schon wieder mit Sven kabbelt, müssen nachmittags an den konferenzfreien Tagen meist noch Vorbereitungen getroffen werden und die Tasche gepackt, da Grundschullehrerinnen auch gerne ihren kompletten Hausrat zu Demonstrationszwecken mit in die Schule nehmen ;-)
d. fachliche Kompetenz
Was mache ich, wenn Kinder immer noch zählend rechnen? Wie schaffe ich es, die Rechtschreibung zu vermitteln? Was mache ich mit zickigen Mädchen? Viele Dinge lernt man im Studium, doch vieles muss man sich noch im nach hinein aneignen. Beratung mit Kolleginnen, Fachliteratur und auch die Unterrichtsvorbereitung mit vielen Faktoren muss lückenlos und wasserdicht geplant werden. Fachkompetenz ist sehr wichtig, auch um vor den Eltern zu bestehen und die Kinder mit einem guten Gefühl auf die weiterführenden Schulen zu schicken.
e. Empathie und Verständnis
Neben allen Grenzziehungen sollte sich der Lehrer auch in die Kindern hineinversetzen und immer wieder freundschaftlich und vertrauensvoll mit ihnen umgehen können. Das erfordert ein hohes Maß an Empathie und Verständnis, welches täglich aufzubringen ist, auch und gerade mit den schwierigen Kindern.
f. Kreativität
Motivierende Unterrichtsideen, ansprechendes Unterrichtsmaterial und ein mitreißender Unterrichtsvortrag verlangen viel Kreativität ab. Sowohl an Bastelgeschick, als an Ideenreichtum oder Unterhaltungstalent. Manchmal kommt man sich selbst vor wie der Klassenclown, die Eselsbrücken sind nicht logisch, aber unschlagbar und für die Kinder unvergesslich und der selbstentworfene Pappcomputer ist der Hit in der Freiarbeit. Dann haben Sie es geschafft und sind ein wahres Kreativitätswunder!
g. Humor
Vieles kann durch Humor entschärft werden. Ein kleine lustige Geschichte am Elternabend, ein augenzwinkernder Hinweis im schwierigen Elterngespräch, ein flotter Spruch für „schlimme“ Jungs. Schon ist der Seelenfrieden wieder hergestellt und die Welt sieht gleich ganz anders aus. Wer humorvoll durchs Leben geht, dem gelingt vieles leichter!
Fazit: Der Lehrer benötigt eine Menge an persönlicher Voraussetzungen für ein entspanntes und kompetentes Lehrerdasein, doch einiges wird sich im Laufe der Zeit noch einstellen. Manches kann man sich durch Fachliteratur aneignen, durch Entspannungstechniken ausgleichen, durch ein Lächeln morgens im Spiegel verbessern oder durch Geduld und Training einüben. Denn: „Lernen dauert ein Leben lang“ und das ist das Schöne an unserem Beruf: Es kommen immer wieder neue Kinder und deren Eltern, es wird nie langweilig und es gibt nichts, was nicht noch besser werden kann oder besser gemacht werden kann. 
 Hier folgen Tipps zum Lehrerverhalten in der Klasse:
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Tipps für perfektes Lehrerverhalten

Viele Lehrergrüße von Marion Keil
 

 

Dienstag, 9. Juni 2015

Gründe für das Lehrersein

Was hat dich motiviert zum Lehrersein?
In erster Linie sicher die Arbeit mit Kindern und der Umgang mit Menschen. Kinder sind meist ehrlich, spontan und authentisch. Man bekommt viel von ihnen zurück und es gibt diese schönen Momente, wenn blaue Augen einen anstrahlen und ein Lachen über das Gesicht huscht, während einem ein kleiner „Liebesbrief“ mit den Worten: „Du bist die beste Lehrerin der Welt“ entgegen gehalten wird.
Oder der Beitrag zum Bildungsauftrag: Schön, wenn man die Erfolge der Arbeit sieht, wie die Kinder lesen und schreiben lernen. Außerdem kann eine Schule mit einem einvernehmlichen Kollegium sehr viel schaffen und einen Ort zum Wohlfühlen für alle zaubern. Trotz der vorgegebenen organisatorischen Zwänge besteht viel Möglichkeit Schule zu gestalten und den Schulalltag zu beleben.
Ebenso gibt es viele Menschen, die von ihren eigenen Lehrern geprägt wurden. Da gibt es für jede und jeden Menschen Lehrer, die uns zu einer Persönlichkeit gemacht haben und die wir bis heute verehren. Aber auch die Lehrer, von denen man damals schon wusste, dass sie keine guten Lehrer sind: schlecht vorbereitet, wenig wertschätzend, dauergestresst oder überfordert, zu fordernd mit Lieblingen in der Klasse und anderen Kindern, die keine Chance hatten, bloßgestellt wurden und vernachlässigt bei Lernproblemen. Ein Grund Lehrer zu werden ist sicher auch, es besser zu machen und genau so ein Lehrer zu werden, der die Kinder fördert und fordert. Und ihre Leistungen wertschätzt, wie die Vorbilder, die man kennt oder welches man werden möchte.
Sicher hat deine Entscheidung in erster Linie mit einer Berufung zum Lehrersein zu tun und wenig mit dem „gut bezahlten Halbtagsjob mit vielen Ferien“, wie er in den Medien und von Bekannten oft abgetan wird. Vielleicht hast du schon ein Gefühl und eine Einschätzung dafür bekommen, was du leistest und wie du auftreten musst, wenn du wieder einmal mittags an der Supermarktkasse gefragt wirst: „Na, schon wieder Ferien oder ist die Schule schon aus?“
Meine Standardantwort lautet: „Kann ja jeder Lehrer werden!“
 Buchtipp:
111gruendelehrerzusein
Dietrich von Horn: 111 Gründe, Lehrer zu sein. Schwarzkopf&Schwarzkopf 2013

In diesem Sinne einen motivierten Schuljahresendspurt wünscht
Marion Keil