Donnerstag, 24. September 2015

Back at school - Wieder ankommen nach den Ferien!

Hier war es eine Weile still im Blog, denn ich musste ebenso wie meine Schülerinnen und Schüler wieder in der Schule ankommen!
Nach den Ferien sind doch einige Regeln vergessen und es muss sich alles erst wieder einspielen...
Bild: www.pixabay.com
Im Moment sind meine wichtigsten Ziele in der Klasse "Zuhören" und "leise arbeiten".
Zum Zuhören spielen wir ein Spiel: Wer hat zuerst 10 Punkte, Klasse oder Lehrerin?
Wenn die Kinder nach dem Klingeln und bis 5 zählen alle an ihrem Platz sitzen, leise und aufmerksam sind, bekommen sie einen Punkt, ansonsten ich!
Nach einer Weile möchte ich die Zählanzahl von 5 auf 4, 3,... reduzieren, damit es schneller leise ist! Die Kinder haben bereits zweimal gewonnen und ich habe Preise wie Sticker und kleine Radiergummis ausgegeben. Einmal habe ich auch gewonnen, da gab es natürlich nichts... Bis auf ein Kind, welches mir ein Bild gemalt hat :-)

Zum leisen Arbeiten (nur flüstern erlaubt!) frage ich immer vorher, wer denkt, es zu schaffen, kläre Arbeitspartner und Aufgaben genau, so dass nur ich bei Meldungen an den Platz der Kinder schleichen und mit ihm flüstern muss. Zur Motivation schreibe ich oft während der Arbeitsphase an die Tafel: Du arbeitest schon leise: und dann die Kindernamen der leise arbeitenden Kinder. Im Anschluss evaluieren wir jedes Mal, wer schon super leise war (der wird auch von mir außerordentlich gelobt und positiv von mir hervorgehoben), für wen die Arbeitsatmosphäre leise genug war und wer es sich noch leiser wünscht. Das klappt mittlerweile schon ganz gut und wir arbeiten weiter daran, da fast alle Kinder sich dieses leise Arbeiten auch wünschen...

Hoffentlich seid ihr auch wieder angenehm und fröhlich in den Schulalltag eingetaucht.
Soweit für heute,
viele Grüße zum bevorstehenden Wochenende
Marion Keil

Sonntag, 6. September 2015

Guten Schulstart in Hessen und anderswo

Bei uns in Hessen geht es morgen wieder los! Meine Kolleginnen erwartet morgen diese kleine Überraschung: Marmelade aus dem Thermomix...

Allen anderen wünsche ich auf diesem Wege einen tollen Start in ein harmonisches, erfolgreiches, glückliches, fröhliches und gesundes neues Schuljahr!

Mögen die Kinder nett, die Kolleginnen herzlich und die Eltern kooperativ sein!

Viele liebe Grüße verbunden mit den besten Wünschen für alle Leserinnen und Leser hier, ich freue mich über fast 250.000 Klicks und weiterhin regen Austausch von Ideen und Material hier im Netz.
Danke an euch alle :-)
Marion Keil

Donnerstag, 3. September 2015

Ideen zur Notation einer Unterrichtseinheit - Beispiel "Sinne" Klasse 2

Nachdem ich gestern über das Planen von Unterrichtseinheiten geschrieben habe, kam die Nachfrage hier im Blog, wie ich es notiere. Sehr gerne möchte ich darauf antworten und ein Beispiel geben.
Bild: www.pixabay.com

 
Meine Notation ist sehr unterschiedlich. Meist notiere ich aber die Einführungsphase, die Erarbeitung und die Hausaufgabe (wenn es denn eine gibt). Da ich gerade eine Unterrichtseinheit für Sachunterricht zu "Sinne" in Klasse 2 plane, sieht die Notation beispielsweise so aus:


Unterrichtseinheit: Sinne
A: Fühlen
Hinführung:

·      Spiel im Sitzkreis „Wer steht vor mir ?“ (1 Kind bekommt die Augen verbunden und muss durch Ertasten erraten, welches Kind vor ihm steht)

·      Spiel: 1 Kind muss ein Bild mit verbundenen Augen nur durch Fühlen zusammenlegen (bspw. Augen, Nase, Mund, Ohren aus Moosgummi auf ein Gesicht legen)

·      Kinder müssen 2 gleiche Formen aus einem Sack ertasten und herausnehmen

·      Spiel Blindenführer: Ein Kind führt ein anderes

Erarbeitung:

·      Die Lehrerin hat viele Gegenstände an die Tafel gemalt. Einige hat sie zum Fühlen mitgebracht. Alle dürfen reihum einen Gegenstand erfühlen. Kinder des Jg. 1 nummerieren die Gegenstände an der Tafel, die sie nacheinander erfühlt haben, Kinder des Jg. 4 notieren die Gegenstände in ihrem Heft.

·      Nach einer Auflösung malen die Kinder die Gegenstände, die man fühlen kann, in ihr Heft

Festigung:

·      Die Kinder suchen Gegenstände aus ihrem Ranzen und dem Klassenraum (bzw. von zu Hause mitgebracht), die man gut erfühlen kann und lassen einen Partner durch Fühlen herausfinden, um welchen Gegenstand es sich handelt.

Zeitlich habe ich etwas mehr als eine Stunde dafür eingeplant.
 
Da ich irgendwann mit meinem Material dazu nicht mehr zufrieden war, habe ich hierzu auch das Material schick für Niekao Lernwelten erstellt (und für meine Verwendung natürlich!). Daher freue ich mich nun wieder umso mehr, wenn ich es hervorkrame und denke: Ach ja, das habe ich ja mal perfekt aufgearbeitet und geplant ;-)
Für alle, die es auch planen und Material und weitere Ideen benötigen also hier der Link dazu: Sinne_Niekao Lernwelten
 
Zu einer Grammatikeinheit in Deutsch mit dem Lehrwerk "Einsterns Schwester (Lola)" fällt das dann auch kürzer aus:
 
1. Woche
Montag:       Nomen ordnen
                   -   Plenum: Wiederholung Nomen, Besprechung Lola S. 5 Kasten
-      Lola S. 5 Nr. 1, Differenzierung Nr. 2
-      HA: KV 1
Dienstag:    Nomen an Wortbausteinen erkennen
                   -   Plenum: Lola S. 7 Kasten besprechen
-      Lola S. 7 Nr. 1, 2, Differenzierung Nr. 3
-      HA: KV 2
Mittwoch:    Mehrzahl von Nomen
                   -   Lola S. 8 (ohne Würfelbild)
-      HA: KV 3

 
Hier nur Beispiele von mir, im Prinzip muss jede/r seinen etwas individuellen Weg dazu finden und es kommt etwas darauf an, wie sicher man sich mit Methoden etc. ist. Ich plane zum Beispiel auch mal spontan kooperative Lernmethoden ein, ziehe ein Thema länger, ziehe dann doch das andere Hausaufgabenblatt vor oder schneide vom Arbeitsblatt noch etwas ab, wenn wir nicht so weit gekommen sind. Auch Erklärungsphasen habe ich im Blick, erzähle noch eine meiner berühmten "Keily-Geschichten", was ein Schüler mal dazu gesagt oder gemacht hat als lustige Anekdote etc.
Daher würde ich denken, je länger man Lehrer/in ist, desto flexibler ist das, was man notiert hat. Nur in wissenschaftlichen Dingen und bei Rechtschreibregeln benötige ich ein paar Sätze mehr für mich :-)

Hoffentlich konnte ich hier noch Ideen geben und wünsche euch fröhliches Planen...
Viele Grüße
Marion Keil

Mittwoch, 2. September 2015

"Wann machst du das alles?" Zeitmanagement

Sehr oft werde ich gefragt, wann ich das alles mache. "Alles eine Frage der Organisation", antworte ich gerne. Früher habe ich oft von Tag zu Tag geplant, doch das habe ich irgendwann aufgegeben...
Bild: www.pixabay.com


Mittlerweile plane ich nur noch ganze Unterrichtseinheiten, stelle die Kopiervorlagen zusammen und kopiere ganze Päckchen. So entfällt das nervige Schlangestehen vor dem Kopierer morgens um kurz vor 8 Uhr und ich bin viel entspannter, weil mein Material schon im Regal im Klassenzimmer bereitliegt.
"Wo bleibt die Differenzierung?", denken jetzt sicher viele. Flexibel muss ich schon sein, doch da erstens alles chronologisch aufeinander aufbaut, kann ich es zeitlich verlängern und schieben und Zusatzmaterial ist immer schnell gefunden und kopiert für einzelne Kinder, die Hilfe benötigen. Meist sind diese Kinder sowieso in der Förderstunde bei mir und wir können es gut auffangen.
Meine Planungen erledige ich von Ferien zu Ferien.
Ein Tipp noch ist die genaue Notation und Abheftung der Unterrichtseinheiten. Früher hatte ich thematisch sortierte Ordner, heute habe ich Jahrgangsstufen-Ordner, die ich mir jeweils zu Schuljahresbeginn tausche und in ein extra Regalfach stelle. So habe ich alles aktuelle griffbereit und da ich einen kompletten Grundschuldurchgang sehr fleißig Unterrichtseinheiten getippt und die Arbeitsblätter dazu penibel abgeheftet habe, entsteht bei mir kein Planungsstress und ich habe Zeit für die laufenden Dinge wie Elterngespräche, Nachschauen von Schulheften etc.
Darüber hinaus bleibt, wie ihr ja vielleicht schon wisst, immer nochmal eine Lücke für mein Hobby, das Schreiben :-)
Und irgendwie habe ich dann doch meinen Beruf zum Hobby gemacht und schreibe und veröffentliche gerne, weil mir das ansprechend gestaltete Material der Verlage sehr gefällt und meine Arbeit weiterhin erleichtert. Eine Win-Win-Situation sozusagen, denn alles was ich so brauche, erstelle ich mir oft gerne selbst nach meinen individuellen Wünschen für die Kinder...
Wenn es euch interessiert, gebe ich beim nächsten Mal gerne Tipps, wie man für sein Material einen Verlag findet ;-)

Viele Grüße und ein gutes Organisationstalent für euch
Marion Keil

Aufsichtserlass Hessen

Wie versprochen heute etwas Schulrecht. Immer wieder gibt es neue Erlasse und so für Hessen einen zur Aufsicht. Mir geht es so, dass ich die Paragraphentexte mehrmals lesen muss, um alles zu verstehen. Aus diesem Grund habe ich kürzlich eine Zusammenfassung des Erlasses geschrieben.

Bilder: www.pixabay.de
Durch die Übersicht habe ich einen schnellen Überblick und versäume nichts. Gerade die Aufsicht ist wie ich finde ein immens wichtiges Thema!
In der Hoffnung, dass ich keine groben Fehler in meiner Darstellung habe, hier für alle, die sich auch schulrechtlich informieren möchten, meine Übersicht.

Bitte schaut nochmal drüber im Vergleich zum Gesetzestext und meldet euch, falls etwas falsch ist. Selbstverständlich übernehme ich keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Es soll nur zur Anregung und groben Information sein für alle, die sich auf dem Gebiet etwas unsicher sind.
Zur Orientierung also hier: Aufsichtserlass Hessen


Viele Grüße
Marion Keil